Venenverschluss Plethysmographie (VVP)
Venenverschluss Plethysmographie
Was ist eine VVP?
Die Venenverschluss-Plethysmographie (VVP) ist ein funktioneller, physiologischer Test zur objektiven Beurteilung des venösen Kreislaufs in den unteren Extremitäten.
Mithilfe dieser Untersuchung lassen sich venöse Abflussverhältnisse, Durchblutungsstörungen sowie mögliche Ödeme frühzeitig erkennen und quantifizieren.
Besonders in der Abklärung chronischer Beinödeme oder dem Verdacht auf venöse Abflussbehinderungen kann die VVP eine wertvolle Ergänzung zur klinischen Untersuchung darstellen.
Die Methode ist nicht invasiv und erlaubt eine differenzierte Analyse der venösen Funktion, wodurch sie sich als standardisierter Bestandteil in der phlebologischen und angiologischen Diagnostik etabliert hat.
Was wird gemessen?
- Segmentale Venenkapazität
- Maximaler venöser Abfluss
- Verhältnis der beiden Parameter in %
Normalwerte
- Verhältnis > 50 %
Wichtige Punkte auf einen Blick
Auffällige Befunde bei:
- Ödemen
- Venösen Abflussbehinderungen (z. B. Thrombosen)
- Chronischer Veneninsuffizienz
Messgrößen und Interpretation der Ergebnisse
Bei der VVP werden die segmentale Venenkapazität, der maximale venöse Abfluss sowie das Verhältnis dieser beiden Parameter in Prozent gemessen.
Diese Werte liefern Hinweise auf die venöse Funktionalität und können pathologische Veränderungen sichtbar machen.
Ein normales Verhältnis liegt in der Regel über 50 %, was auf eine regelrechte venöse Entleerung und Kapazität hinweist.
Abweichungen von diesen Normwerten finden sich bei Ödemen, venösen Abflussbehinderungen wie Thrombosen oder im Rahmen einer chronischen Veneninsuffizienz.
Durch die objektive Erhebung dieser Parameter wird die Differenzierung von funktionellen und mechanischen Ursachen venöser Beschwerden deutlich erleichtert.
Praktische Durchführung der VVP
Für die Durchführung liegt der Patient oder die Patientin in Rückenlage, die Beine werden leicht hochgelagert, um eine physiologische Ausgangssituation zu schaffen.
Manschetten werden an Oberschenkel und Wade angelegt, wobei die Oberschenkelmanschette auf circa 60 mmHg und die Wadenmanschette auf etwa 20 mmHg aufgepumpt wird.
Nach Erreichen der venösen Kapazität wird die Oberschenkelmanschette rasch entleert, um den maximalen venösen Abfluss zu messen.
Moderne Systeme wie das Falcon-System ermöglichen dabei eine automatisierte Berechnung und sofortige Auswertung der Parameter, was die Untersuchung standardisiert und den Zeitaufwand reduziert.
Durchführungsschritte
01
Patient oder Patientin in Rückenlage, Beine leicht hochlagern.
02
Manschetten an Oberschenkel und Wade anlegen.
03
Oberschenkelmanschette auf ca. 60 mmHg und Wadenmanschette auf ca. 20 mmHg aufpumpen.
04
Warten bis die venöse Kapazität erreicht ist, Oberschenkelmanschette schnell entleeren.
05
Berechnungen werden automatisiert ausgegeben.
Technische Vorteile des Falcon-Systems
Das Falcon-System bietet während der VVP einen umfassenden Untersuchungsbericht mit automatischer Berechnung aller relevanten Auswertungsparameter.
Die Möglichkeit einer Kurvenverlaufsanzeige unterstützt die präzise Analyse des venösen Abflussverhaltens und erlaubt eine unmittelbare Interpretation der Ergebnisse im klinischen Alltag.
Zudem sind die Parameter individuell einstellbar, und das System bietet automatische Warnmeldungen bei abweichenden Werten. Diese Funktionen ermöglichen eine strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation und erleichtern die Integration der VVP in den Praxisalltag und die Verlaufskontrolle bei venösen Erkrankungen erheblich.
Beispiel für eine Venenverschluss Plethysmographie
gemessen mit einem Falcon Pro
Die oberen Diagramme zeigen die vollständigen Messungen, die unteren Diagramme zeigen eine Vergrößerung des Deflationsbereichs (blaues Rechteck).
Das sich daraus ergebende Verhältnis von venösem Abstrom zu venöser Kapazität ist in der schematischen Abbildung dargestellt.
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