Segmentale Pulsoszillographie (SPO) / Pulsvolumenaufzeichnung (PVR) 

Was ist die Segmentale Pulsoszillographie (SPO) / Pulsvolumenaufzeichnung (PVR)? 

Die segmentale Pulsoszillographie (SPO), auch bekannt als Pulsvolumenaufzeichnung (PVR), ist ein pneumoplethysmographischer Test zur nicht-invasiven Diagnose der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). 

 

Hierbei werden segmentale Volumenänderungen der Gliedmaßen während des Herzzyklus mittels Luftplethysmographie erfasst, wodurch eine qualitative und quantitative Beurteilung der Gefäßfunktion ermöglicht wird. 

 

Die SPO / PVR ist eine schnelle, zuverlässige und schmerzfreie Methode, die sich sowohl für die initiale Abklärung als auch für die Verlaufskontrolle bei Gefäßerkrankungen eignet und sich ohne großen Aufwand in den Praxis- und Klinikalltag integrieren lässt.

Ziel der SPO / PVR Untersuchung

Das Ziel der segmentalen Pulsoszillographie beziehungsweise Pulsvolumenaufzeichnung liegt in der qualitativen Beurteilung der Gefäßfunktion sowie des arteriellen Blutflusses durch die Analyse der aufgezeichneten Wellenform. 

 

Die Form und Charakteristik der Wellen geben Hinweise auf die Gefäßelastizität und eventuelle Stenosen, wodurch eine Einschätzung des Schweregrades einer bestehenden pAVK erfolgen kann. 

 

Ergänzend zur klinischen Untersuchung und Anamnese stellt die SPO / PVR ein wichtiges Instrument dar, um frühzeitig arterielle Durchblutungsstörungen zu erkennen und therapeutische Entscheidungen gezielt auf Grundlage objektiver Messwerte zu treffen.


Durchführung

Für die Durchführung der SPO / PVR wird der Patient in einer bequemen, entspannten Rückenlage gelagert, um eine standardisierte Messung zu gewährleisten. 

 

Anschließend werden Druckmanschetten an den Oberschenkeln, oberhalb und unterhalb der Knie sowie an den Knöcheln angebracht. Der Zieldruck wird auf etwa 65 mmHg eingestellt, um den venösen Rückfluss zu verschließen, ohne jedoch den arteriellen Fluss zu behindern. 

 

Nach Stabilisierung der Manschetten wird die PVR-Wellenform durch die Erfassung der Druckänderungen innerhalb der Manschetten während des Herzzyklus aufgezeichnet. Die Analyse konzentriert sich anschließend auf die Form der Wellen, um Rückschlüsse auf die Gefäßelastizität und den arteriellen Blutfluss ziehen zu können.

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Patient oder Patientin in bequemer, entspannter Position lagern.

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Druckmanschetten an Oberschenkel, oberhalb und unterhalb des Knies, Knöchel anlegen.

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Zieldruck einstellen: Ca. 65 mmHg (verschließt venösen Rückfluss, behindert aber nicht den arteriellen Fluss).

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Manschetten aufpumpen und stabilisieren lassen.

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PVR-Wellenform wird durch Druckänderungen in der Manschette aufgezeichnet.

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Ergebnisse interpretieren: Fokus auf Form der Wellenform zur Beurteilung der Gefäßelastizität.

Verwendung des Falcon

Mit dem Falcon-System lassen sich SPO- und PVR-Messungen schnell, präzise und standardisiert innerhalb weniger Minuten durchführen, was insbesondere in der Praxis und Klinik den diagnostischen Workflow effizient unterstützt. 

 

Das System ermöglicht Mehrstellenmessungen wahlweise nacheinander oder gleichzeitig an bis zu zehn Messstellen, wodurch umfassende Gefäßanalysen in kurzer Zeit realisierbar sind. 

Die intuitive Benutzeroberfläche mit individuell anpassbaren Messprotokollen und farbcodierten Manschetten erleichtert die Handhabung im Alltag erheblich. 

 

Neben der Wellenformanalyse können auch quantitative Parameter wie Amplitude, Anstiegszeit, Herzfrequenz, das Ratio of Amplitude Reduction (RAR) sowie die Steigung zur detaillierten Beurteilung ausgewertet und zur Verlaufskontrolle dokumentiert werden.

Erwartete Ergebnisse

Im Falle einer fortgeschrittenen pAVK zeigt sich eine stark abgeflachte oder fehlende Wellenform, wobei auch die dikrotische Kerbe oft nicht mehr sichtbar ist. 

 

Diese charakteristischen Muster erleichtern die Interpretation der Ergebnisse und helfen, den Schweregrad der arteriellen Verschlusskrankheit einzuschätzen.

Eine normale PVR-Wellenform zeigt einen schnellen Aufwärtshub, eine definierte Spitze, eine ausgeprägte dikrotische Kerbe sowie einen langsamen Abwärtshub, was auf eine normale arterielle Durchblutung hinweist. 

 

Bei vermindertem Blutfluss zeigt sich häufig ein verzögerter Aufwärtshub mit abgeflachter Spitze und einem schnelleren Abwärtshub, was einen Hinweis auf eine Stenose oder eine reduzierte Gefäßcompliance geben kann. 

Merke

Die segmentale Pulsoszillographie beziehungsweise Pulsvolumenaufzeichnung ist primär ein qualitatives Verfahren, dessen Ergebnisse immer in Kombination mit der Anamnese und der klinischen Untersuchung interpretiert werden sollten. 

 

Quantitative Parameter wie Amplitude, RAR und Steigung können zusätzliche diagnostische Hinweise geben und die Befunderhebung ergänzen. 

Die SPO / PVR kann bei Bedarf auch als Belastungstest durchgeführt werden, um funktionelle Einschränkungen unter Belastung aufzuzeigen. 

 

Somit bietet diese Methode einen wertvollen Beitrag in der Gefäßdiagnostik und ermöglicht eine präzise und frühzeitige Erkennung peripherer arterieller Verschlusskrankheiten.

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